Einige computerbezogene Ausdrücke sind auf eine fast abstrakte Weise technisch. Das ist bei VPN nicht der Fall, wie wir hier erläutern werden.

was ist vpn

Das Internet ist ein riesiges Netzwerk von Computerservern, die miteinander verbunden sind. VPN ist die Abkürzung für Virtual Private Network und existiert im Gegensatz zu Ihrem Heimnetzwerk nur im Internet. Daher das Wort „virtuell“. Es ist privat, weil nur Sie darauf zugreifen können.

Jeder kann Ihre IP-Adresse sehen

Alle mit dem Internet verbundenen Geräte (Mobiltelefone, Computer, Tablets usw.) haben eine IP-Adresse. Es handelt sich um eine Art ID-Nummer, die Ihrem Gerät von Ihrem Internet Service Provider (ISP) zugewiesen wurde.

Genauso wie Sie in vielen Situationen Ihren Personalausweis verwenden, wird die IP-Adresse Ihres Geräts fast unabhängig davon, was Sie im Internet tun, erfasst. Dies geschieht z. B. bei jedem Besuch einer Website.

Daher hat Ihr ISP Zugriff darauf, welche Websites Sie besucht haben – und wann Sie sie besucht haben.

Das Internet vergisst nie

Erinnern Sie sich immer daran, dass das Internet nie etwas vergisst. Sobald etwas auf einem Server irgendwo auf der Welt gespeichert ist, kann es unmöglich sein, es vollständig zu löschen – und zu überprüfen, ob es gelöscht wurde.

Gleiches gilt für Ihre IP-Adresse und die darin gespeicherten Informationen. Sowohl Ihr ISP als auch die Behörden und andere können so gut wie alle Spuren verfolgen, die Sie im Internet hinterlassen.

Es gibt einige Regeln, wie lange manche der Informationen gespeichert werden dürfen, aber in der Praxis ist es unmöglich zu überprüfen, ob sie eingehalten werden.

Sie sind hinter dem Bildschirm nicht sicher

Grundsätzlich ist der gesamte Internetverkehr unverschlüsselt. Das bedeutet, dass Hacker und andere Personen möglicherweise Informationen erfassen können, während sie zwischen den Servern und Ihrem Gerät ausgetauscht werden

Es gibt möglicherweise keine Firewall zwischen Ihren Informationen und Personen mit unehrlichen Motiven.

Ein VPN bietet Sicherheit und Anonymität

Eine VPN-Verbindung schafft eine zusätzliche Schicht zwischen Ihrem Gerät und dem Internet. Statt der IP-Adresse Ihres Geräts wird die IP-Adresse des VPN-Servers, mit dem Sie verbunden sind, registriert. Das bedeutet, dass niemand Einblicke in Ihre Online-Aktivitäten erhalten kann, weil diese nicht auf Sie zurückführbar sind.

Darüber hinaus ist der Informationsaustausch immer sicher, da er zwischen dem VPN-Server und den Servern im Internet verschlüsselt ist. So können Hacker Ihre Informationen beispielsweise nicht erreichen.

Darüber hinaus unterliegen Sie mit einem VPN keinen geografischen Einschränkungen. Wenn Sie beispielsweise mit einem Server in den Vereinigten Staaten verbunden sind, wird Ihr Internet so aussehen, als seien Sie physisch in den USA.

Jetzt, da Sie ein wenig darüber wissen, wie ein VPN funktioniert und wie er Sie und Ihre Privatsphäre schützt, können wir mehr darüber lernen, wer wirklich Zugang zu Ihren Online-Aktivitäten hat. Dies ändert sich von Land zu – und sagen wir es mal so: Europa schützt Ihre Privatsphäre in diesem Zusammenhang nicht.

Wie viele Augen sehen zu?

Typischerweise werden Länder in drei Gruppen eingeteilt: 5 Augen, 9 Augen und 14 Augen. Dies bezieht sich darauf, wie viele Länder in jeder Gruppe enthalten sind und wie viele Augen somit Informationen über Ihr Online-Verhalten einsehen können.

5 Augen

Die fünf Länder USA, Großbritannien, Kanada, Neuseeland und Australien haben die umfassendste Vereinbarung zum Austausch von Informationen. Es geht nicht nur um Menschen, die sich Bombenvideos ansehen und große Mengen an Düngemitteln kaufen, sondern auch um den normalen Alltagsgebrauch des Internets.

Die Behörden der fünf Länder verfügen über ein weitreichendes Überwachungssystem und können beispielsweise einen Geheimdienst aus einem der anderen Länder der Gruppe bitten, benannte Staatsbürger auszuspionieren.

9 Augen

Dänemark, Frankreich, die Niederlande und Norwegen arbeiten beim Austausch von Informationen eng mit den fünf zuerst genannten Ländern zusammen. Damit kommen wir auf neun Augen.

14 Augen

Die Überwachung hört hier jedoch nicht auf. Neben den neun Ländern kooperieren weitere fünf Länder mit anderen, um vor allem militärische Erkenntnisse auszutauschen. Dies sind Schweden, Deutschland, Belgien, Italien und Spanien. Auf diese Weise kommen wir auf 14 Länder, die Informationen über Ländergrenzen hinweg austauschen.

Starker vs. lockerer Datenschutz

Die obige Übersicht gibt einen kleinen Einblick darin, mit wie vielen Ländern Ihre Daten ausgetauscht werden können, wenn Sie keinen VPN verwenden. Es offenbart aber auch ein wichtiges Entscheidungsmerkmal bei der Wahl des VPN-Anbieters. Wenn Sie wirklich anonym sein wollen, darf der Anbieter die Informationen über Sie nicht speichern und weitergeben.

Wie Sie wissen, unterliegen Unternehmen den Gesetzen des Landes, in dem sie ansässig sind – und es gibt sehr unterschiedliche Datenschutzbestimmungen. Wenn Sie sich beispielsweise für einen VPN-Anbieter mit Sitz in den Vereinigten Staaten entscheiden, können Sie nicht anonym bleiben, da das Unternehmen gesetzlich verpflichtet ist, viele Informationen über Sie zu speichern und möglicherweise bereitzustellen.

Wenn Sie sich hingegen für einen VPN-Anbieter mit Sitz in einem Land entscheiden, in dem die Gesetzgebung sicherstellt, dass keine Protokolle, die von Behörden und anderen aufgespürt werden können, gespeichert werden, können Sie nachts sicher und anonym schlafen.

Inhalt ohne Grenzen

Mit einem VPN-Dienst können Sie den Geoblock überwinden. Sie werden den Eindruck erwecken, sich im Land des VPN-Servers zu befinden, mit dem Sie verbunden sind. Daher können Sie auf American Netflix zugreifen, indem Sie sich mit einem Server in den USA verbinden, oder mit dem BBC iPlayer, indem Sie sich mit einem Server in Großbritannien verbinden und so weiter.

//